Morbus CrohnBeim Morbus Crohn handelt es sich um eine chronisch entzündliche Darmerkrankung (CED) der Darmschleimhaut, deren Ursachen nach wie vor nicht kennt und die derzeit unheilbar ist und die vor allem junge Erwachsene (15-30) betrifft. Verschiedene Namen werden also für die chronisch entzündliche Darmerkrankung verwendet. Die Verwendung unterschiedlicher Namen ist darin begründet, dass die Erkrankung nach der Stelle des Darms benannt wird. Der Morbus Crohn ist nach seinem Entdecker, dem amerikanischen Gastroenerologen, Burril B. Crohn benannt, der alle Abschnitte des Verdauungstraktes vom Mund bis zum Anus befallen kann. (Morbus = Krankheit). Je nachdem welche Darmabschnitte befallen sind, so spracht man von Ileitis, Colitis Ileocolitis oder Enteritis Crohn. Sympthome:Der Morbus Crohn ist durch eine Entzündung der Darmschleimhaut charakterisiert. Neben allgemeinen Krankheitszeichen, wie Leistungsabfall, Müdigkeit, Appetitlosigkeit, Gewichtsvelrust und gelegentliches Fieber sind die wesentlichen Krankheitszeichen direkt auf den Damr zu beziehen. Es sind dies: Stuhlunregelmäßigkeiten mit schleimigen und/oder blutigen Entleerungen bis hin zu heftigen Durchfällen, Bauchschmerzen die teils von einer bestimmten Stelle hergehen, teils den gesamten Bauch erfassen und sowohl krampfartig als auch dauernd auftreten können. Auch Übelkeit und Erbrechen sind nicht selten. Es können jedoch nicht nur Auswirkungen im Darm auftreten, sondern auch an entfernten Stellen des Organismus. Man spricht hierbei von "extraintestinalen Manifestationen". So kommt es zb. zu Gelenksentzündungen, Schmerzen und Bewegungseinschränkungen. Auch die Haut kann im Rahmen einer Darmentzündu ng mitreagieren in Form von schmerzhaften Hautverdickungen, meist an den Armen und den Beinen. Etwas seltener finden sich Augenentzündungen, insbesondere der Regenbogenhaut und der Bindehaut. Beim Morbus Crohn treten häufig eher uncharakteristische Begleitentzündungen des Lebergewebes auf. Sehr selten können auch die Gallengänge mit einer vernarbenden Entzündung reagieren und dadurch eine Gelbsucht bewirken. Der Morbus Crohn, der im Dünnarmberiech als auch im Dickdarmbereich auftreten kann verläuft am Anfang oft eher stumm und besonders dann wenn der Dickdarm gar nicht oder nur wenig entzündet ist, treten keine Dürchfälle auf. Im Vordergrund stehen hier meist die unklaren Beschwerden. Beim Morbus Crohn kommt es früh zu einer Störung der Nahrungsaufnahme und amit zu starken Gewichtsverlusten, deren Folge dann Mangelerscheinungen sein können. Gelegentlich können auch Entzündungen der Afterregion mit Fistel- und Abszessbildung auftreten. Kontrolle der CED ??Es ist sehr wichtig, dass es sich beim Morbus Crohn um eine chronsiche Darmerkrankung handelt, die zwar inaktiv werden und vielleicht dies auch über längere Zeit bleiben kann, bei der sie jedoch auf Dauer unbedingt ärztlich überwacht werden müssen. Dies bedeutet: regelmäßige Arztbesuche, auch bei Beschwerdefreiheit. Ursachen ??Trotz zahlreicher wissenschaftlicher Forschungen konnte die eigenltiche Ursache der Darmerkrankung bisher noch nicht geklärt werden. Epidemiologische Studien deuten darauf hin, dass Morbus Crohn in Familien von Patenten, die an Morbus Crohn leiden gehäuft auftreten. Dies weist auf Vererbungsmerkmale hin. Man weiß inzwischen von verschiedenen Chromosomen im menschlichen Erbgut, auf denen die Veranlagung eines Morbus Crohn, wahrscheinlich lokalisiert ist. Mi dem IBD1-Gen ist der erste genetische Risikofaktor identifiziert (Chromosom 16). Lokalisationen an weiteren 5 Chromosomen sind bekannt (Chromosom 1, 6, 12, 14, 19). Man vermutet weiters, dass mehrere dieser genetischen Risikofaktoren gleichzeitig vorhanden sein müssen, damit die Bereitschaft an CED zu erkranken gegeben ist. Nach den gegenwärtig vorliegenden wissenschaftlichen Erkenntnisse könnte die chronisch entzündliche Darmerkrankung wie folgt entstehen: erbliche Veranlagung, veränderte Ernährungsgewohnheiten oder Konservierungsstoffe oder andere Nahrungszusätze sowie Störungen der körpereigenen Immunabwehr, Umwelteinflüsse. Die Rolle von psychischen Belastungen ist umstritten, Überreaktionen der körpereigenen Abwehr gegen Bakterien oder gegen körpereigenes Gewebe werden vermutet, sind aber noch nicht bewiesen. |