Reizdarmsyndrom (RDS)

Das stille Leiden von Millionen:

Obwohl das Reizdarmsyndrom  (RDS) zu einen der häufigsten Erkrankungen des Verdauungstrakts der heutigen Zeit gehört, ist dieses Gebiet noch weitgehend unerforscht.

Die Diagnostik ist oftmals sehr schwierig, weil die Störung mit sehr unterschiedlichen Beschwerden auftritt und daher von anderen Erkrankungen nicht immer leicht zu unterscheiden ist.

Was ist RDS?

Beim Reizdarm (RDS) oder auch Stressdarm genannt liegt eine Störung der Darmfunktion vor. Obwohl keine organischen Ursachen für das Reizdarmsyndrom vorliegen, führt die Erkrankung dennoch zu einer Reihe von Beschwerden:

Bauchschmerzen, Durchfall, Blähungen, volle Gefühl und Verstopfung können die Lebensqualität der Betroffenen erheblich beeinträchtigen.

Experte ngehen gehen von mehreren Faktoren aus, die zu den Reizdarm-Beschwerden beitragen:


Überemfpindlichkeit im Magen-Darm-Trakt

Psychosomatische Faktoren

Eine Veränderung der Darmperistaltik


Vorkommen:

Neuesten Schätzungen zufolge leiden ca. mehr als 10% der Bevölkerung an dieser Erkrankung. Am häufigsten in der Altersgruppe der (30-60)-Jährigen. Doch auch Kinder, Jugendliche und auch Senioren können unter einem RDS leiden. Frauen erkranken häufiger an RDS als Männer.

Diagnose:

Wenn die Diagnose Reizdarmsyndrom (RDS) erstmal fest steht, wird der Arzt gemeinsam mit seinem Patienten Therapiemöglichkeiten besprechen. Geeignete Ernährung und ein Abbau von Stressfaktoren wird hier in vielen Fällen vorgeschlagen und verbessern die Beschwerden deutlich.


Blutuntersuchungen

Stuhluntersuchung

Darmspiegelung

ggf. auch Ultraschall und Röntgenuntersuchungen


Therapie:

Hier stehe nauch krampflösende Medikamente zur Verfügung die die Bauchschmerzen lindern und so zu einer besseren Lebensqualität u. Leistungsfähigkeit des Patienten beitragen.

Peinliches empfinden:

Auch heute noch werden Störungen u. Erkrankungen die den Darm betreffen, oft als peinlich empfunden und oft verschwiegen. Deshalb ist auch die breite Öffentlichkeit über RDS wenig informiert.

Viele Betroffene versuchen auch lieber selber, ihre Beschwerden in den Griff zu bekommen, anstatt um ärztliche hIlfe zu bitten.

Symtome:

Bauchschmezen und Krämpfe gehören zu den häufigsten Symtomen des Reizdarmsyndroms. Die Schmerzen können überall im Bauch und teilweise auch im Zusammenhang der Malzeiten auftreten. Viele Betroffene berichteten auch, dass ihre Schmerzen nach der Entleerung oder nach dem Abgang von Darmgasen nachlassen.

Der Reizdarm kann sich auch durch chronische Verstopfung oder durch chronischen Durchfall bemerkbar machen. Bei manchen Patienten wechseln sich Verstopfung und Durchfall ab – manchmal von einem Tag auf den anderen.

Blähungen, ein Gefühl des Aufgetriebenseins und Übelkeit sind weitere Symptome die auf ein RDS hindeuten könnten. Manche Patienten haben nach dem Stuhlgang das Gefühl, dass ihr Darm noch nicht vollständig entleert ist. Auch sind die Beschwerden nicht immer gleich stark ausgeprägt:

Sie können tage-, wochen- und manchmal sogar monatelang anhalten um dann für einige Zeit vollständig zu verschwinden. Nachts treten in der Regel kaum Beschwerden auf.

Symptome wie Gewichtsverlust, Fieber und Blutbeimengungen im Stuhl sprechen gegen ein Reizdarmsyndrom. Diese Beschwerden können auf eine schwerwiegende organische Erkrankung hinweisen und sollten umgehend von einem Arzt abgeklärt werden. (zb. Morbus Crohn, Colitis Ulcerosa) etc.

Was hilft bei RDS?

Sollte die Diagnose Reizdarmsyndrom fest stehen, sollte die Lebenssituation des Patienten erstmal genau analysiert werden:


Belastungen in Beruf, Familie od. Partnerschaft ?

Schlafstörungen ?

Alkohol-, Nikotin- und Kaffeekonsum?

Medikamenteneinnahme?

Körperliche Betätigung ?
Yoga und autogenes Training können zum Stressabbau beitragen

Ernährung ?


Da psychische Faktoren wie Stress und ungelöste Konflikte Reizdarm-Beschwerden verschlimmern können, ist bei manchen Patienten eine psychotherapeutische Behandlung angezeigt. Als hilfreich haben sich zb. verhaltenstherapeutische Kombinationsverfahren, eine psychoanalytische Kurzzeittherapie und die Hypnotherapie erwiesen.

Werden die Mahlzeiten regelmäßig und in Ruhe eingenommen oder schnell hinuntergeschlungen? Ist die Ernährung ausgewogen, abwechslungsreich und vollwertig? Gibt es bestimmte Nahrungs-mittel, die die Reizdarm-Beschwerden auslösen oder verschlimmern?

Es lohnt sich, über mehrere Wochen ein Ernährungstagebuch zu führen und so einem möglichen Zusammenhang zwischen Ernährung und Beschwerden auf die Spur zu kommen. Halten die Reizdarm-Symptome trotz eines gesunden Lebensstils und vernünftiger Ernährungsweise an, kann der Arzt ein Medikament verordnen, das krampflösend auf die Darmmuskulatur wirkt und dadurch Schmerzen lindert. (® Colofac) Dies muss aber erst vom Arzt verordnet werden. Selbstmedikation ist nicht empfehlenswert.